Literarisches Debüt 2015 ausgezeichnet

Der Literaturpreis "Debüt des Jahres 2015" des Literaturwerks sowie des Deutschen Schriftstellerverbands Rheinland-Pfalz Saar geht in diesem Jahr an den Autor Jens Eisel, Hamburg, für seinen im September 2014 im Piper-Verlag erschienenen Erzählband Hafenlichter.

In den 17 Kurzgeschichten, so die Jury, erzähle der Autor schnörkellos, in knappen und eindrucksvollen Worten vom Leben unterschiedlicher Personen, für die Hamburg ein Sehnsuchtsort, Lebensraum oder Endstation sei. Debüt 2015Eisels Hafenlichtererzählungen seien voller Andeutungen, Aussparungen und unverhoffter Wendungen, die in einem Moment ein Leben entscheidend verändern können, so die Jury weiter. Oftmals werfe der Autor lediglich ein kurzes Streiflicht auf seine Figuren, fange das Leben seiner Protagonisten in scheinbar beiläufigen „Schnappschüssen“ ein; doch diese Streiflichter, diese „Schnappschüsse“ seien stilistisch gut gesetzt und entfalteten einen Sog, dem sich die Leserin/der Leser so schnell nicht entziehen könne.

Debüt 2015Jens Eisel, 1980 in Neunkirchen/Saar geboren, arbeitete nach Schul- und Schlosserausbildung unter anderem als Lagerarbeiter, Hausmeister und Pfleger. Er studierte am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig und war 2013 Finalist beim Literaturpreis Prenzlauer Berg; im selben Jahr gewann er mit seiner Story »Glück« den Open Mike.

Debüt 2015Der Jury gehörten an: die Autorin Monika Böss (Bingen), die Autorin und 1. Vorsitzende des Literaturwerks Rheinland-Pfalz Saar, Brigitta-Dewald-Koch (Mainz), der Kulturjournalist Michael Jakob (Allgemeine Zeitung Mainz), der Kulturreferent im rheinland-pfälzischen Kultusministerium Michael Au (Mainz) und Dietmar Gaumann, Mitarbeiter des Literaturbüros Mainz.

Debüt 2015

Mit der Auszeichnung ist ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro verbunden, ferner drei Lesungen in Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Die Lesetermine sind demnächst hier auf der Webseite des Literaturwerks nachzulesen.

Seminare 2015

»Figur-Charakter-Konflikt« Autorenseminar mit Kurt Drawert
Kirkel, 27.-29.11.2015

Wer Prosa schreiben will, muss die dramaturgischen Gesetze des gewählten Genres genau kennen. Figuren sind der tragende Bestandteil von Prosatexten. Nur glaubwürdige, komplexe Figuren laden die Leserin, den Leser ein, sich intensiver mit ihnen zu befassen.  Doch wie erschafft man glaubwürdige und komplexe Figuren, die geeignet sind, einen interessanten Stoff zu vermitteln und einen  Spannungsbogen aufzubauen, der die Erzählung, den Roman hindurch trägt? Und wie erkennt/vermeidet man Figurenklischees? (weiterlesen)

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