Lite­ra­tur­tage

Seit 1992 haben bereits 15 Mal Rhein­land­pfäl­zi­sche Lite­ra­tur­tage statt­ge­funden. Das Lite­ra­tur­werk nutzt dabei die guten Kon­takte zu lite­ra­ri­schen Gruppen und Initia­tiven, sowie zu Ver­le­gern und Buch­händ­lern. Gemeinsam mit den Kul­tur­äm­tern der Land­kreise und Kom­munen öffnet ein Ort seine Türen für lite­ra­ri­sche Begeg­nungen zwi­schen Autor*innen und Leser*innen. So kommen an einem Wochen­ende dut­zende Schrift­stel­lern mit ihrem Publikum in Kon­takt. Lite­ra­tur­tage bieten dabei meist nicht nur Lesungen, son­dern auch eine kleine Messe, Work­shops und ein Kin­der­pro­gramm an. Die rhein­land­pfäl­zi­schen Lite­ra­tur­tage finden in Koope­ra­tion mit dem VS Ver­band der Schrift­steller in Verdi statt.

Kul­tur­sommer

Seit Beginn des Kul­tur­som­mers ist das Lite­ra­tur­werk stän­diger Partner und unter­stützt so die Reihe der Kul­tur­ver­an­stal­tungen in Rhein­land-Pfalz. Zu den wech­selnden Themen bieten die Mit­glieder kleine Ver­an­stal­tungen meist direkt vor der eigenen Türe an. Literatur wird so überall im Land erlebbar.

Kul­tur­sommer 2022

“wo der Geist — ein Witz­bold — die Materie zwirbelt”

- lite­ra­ri­sche Stimmen aus der Ukraine -

Eva Paula Pick und Morphy Burk­hart lesen satirische

und lyri­sche Texte ukrainischer

Schrift­stel­ler­kol­le­gInnen zwi­schen 1930 und heute.

 

Ver­an­stal­tungsort: Stadt­bi­blio­thek Kaiserslautern

Ver­an­stal­tungs­zeit: 30. Juni 2022, 19 Uhr.

Matinee im Rahmen des Kul­tur­som­mers 2022

Denke ich an damals …

Damals, das ist einmal der 9. November 1989, ein Tag, den nie­mand so schnell ver­gisst. Der Fall der Mauer stand am Beginn einer hoff­nungs­vollen Ent­wick­lung, die sich teil­weise erfüllt hat.
Damals — das ist auch das Jahr 2009, als eine Antho­logie im Rhein-Mosel-Verlag ent­stand, die ihre Gül­tig­keit nicht ver­loren hat. In “Der Mau­er­fall — 20 Jahre danach”, her­aus­ge­geben von Petra Heß, damals Abge­ord­nete im Thü­ringer Landtag und MDB und Chris­toph Kloft kommen neben vielen rhein­­land-pfäl­­zi­­schen Autorinnen und Autoren auch etliche pro­mi­nente Stimmen zu Wort, u.a. Udo Lin­den­berg — “damals ein aner­kannter Staatsfeind”.

Es lesen: Susanne Becken­kamp und Gabriele Keiser
Gesang und Gitarre: Man­fred Pohlmann

Wann? Matinee am Tag der Deut­schen Ein­heit, 3. Oktober 2022 um 11.00 Uhr
Wo? Im Rhein­tor­saal Andernach

Ein­tritt frei

Eine Ver­an­stal­tung des Kul­tur­som­mers Rhein­­land-Pfalz und dem Lite­ra­tur­werk Rhein­­land-Pfalz-Saar e.V. mit Unter­stüt­zung der Andernach.net GmbH.

Zitate aus dem Buch:
“Wir hatten Brief­pa­pier mit Glas­ku­geln, erin­nerst du dich? Glas­per­len­spiel statt E‑Mails, Tele­fo­nate statt SMS, kein Handy … Geschrie­bene Worte mit Min­dest­halt­bar­keit, die nicht ein­fach weg­ge­klickt werden konnten, weil auf sie gewartet wurde.“
Susanne Becken­kamp

“Ich saß vor dem Fern­seher, mir kamen die Tränen und ich dachte: Das gibt es nicht. Zwar haben wir uns das alle gewünscht, aber so richtig hat nie­mand daran geglaubt — und nun ist es doch wahr. Fried­lich, ohne Gewalt ist Deutsch­land wie­der­ver­eint.“
Gabriele Keiser

 

Messen

Leichte Sprache

Lite­ra­ri­sche Förderung

talen­tierter junger Men­schen mit mul­ti­plen Beeinträchtigungen

Lite­ra­ri­sche För­de­rung talen­tierter junger Men­schen mit mul­ti­plen Beeinträchtigungen

So hat alles begonnen: Seit vielen Jahren enga­gieren sich einige unserer Mit­glieder als Autoren­paten für den Bun­des­ver­band der Frie­d­rich-Böde­­cker-Kreise e. V., über das Pro­gramm „Kultur macht stark. Bünd­nisse für Bil­dung“ vom Bun­des­mi­nis­te­rium für Bil­dung und For­schung (Bünd­nisse für Bil­dung)
Im Pro­gramm „Wör­ter­welten. Literatur lesen und schreiben mit Autor*innen“ för­dern sie Schreib- und Lese­kom­pe­tenzen bei Kin­dern und Jugend­li­chen. Sie unter­stützen diese in ihrer krea­tiven Ent­wick­lung in außer­schu­li­schen Akti­vi­täten. Es geht darum, die ästhe­ti­sche Wahr­neh­mungs­fä­hig­keit und die Pro­duk­ti­ons­fer­tig­keiten der Teilnehmer*innen zu stärken, die Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung durch das Schreiben positiv zu ent­wi­ckeln und durch eine gezielte Arbeit in Schreib­gruppen das Sozi­al­ver­halten zu ver­bes­sern.
Im Laufe der Zusam­men­ar­beit mit den jungen Men­schen ent­stehen ganz beson­dere Bezie­hungen, denn im Schreiben werden immer auch per­sön­liche Erfah­rungen offengelegt.

Unsere Mit­glieder konnten immer wieder echte Schreib­ta­lente finden, die eine beson­dere För­de­rung ver­dient hätten. Gerade diese beson­dere För­de­rung ist aber im ursprüng­li­chen Pro­jekt nicht vor­ge­sehen. Für manche Talente ist eine För­de­rung zudem mit Hin­der­nissen ver­bunden.
Das Lite­ra­tur­werk freut sich des­wegen, dass nun durch die Unter­stüt­zung der Sparda-Bank, dem Lan­des­be­hin­der­ten­be­auf­tragten und vom För­der­verein Netz­werk Gleich­stel­lung und Selbst­be­stim­mung in Rhein­­land-Pfalz eine solche För­de­rung mög­lich wird.

3 Autoren­paten und eine Lese- und Lite­ra­tur­päd­agogin machen sich des­halb hier auf den Weg, junge Talente zu fördern!

Die Paten

Mischa Bach

alias Dr. Michaela Bach

Mit Mit­teln der Sprache die Welt und alles Mensch­liche erfahrbar zu machen, das ist das Anliegen von Mischa Bach. Ihre ersten jour­na­lis­ti­schen Arbeiten erschienen unter Pseud­onym, weil sonst auf­ge­flogen wäre, dass sie dafür die Schule geschwänzt hat. Ihr Debüt als Dreh­buch­au­torin, der Poli­zeiruf 110 „In Erin­ne­rung an …“ war einer der ersten deut­schen TV-Filme zum Thema sexu­elle Gewalt gegen Kinder. Ihre Kri­mi­nal­no­velle Der Tod ist ein langer, trüber Fluss bekam einen Lite­ra­tur­preis, „obwohl es nur ein Krimi ist“ (O‑Ton Lau­datio) und war für den Glauser als bestes Kri­mi­debüt des Jahres nomi­niert.
Wenn sie nicht schreibt, malt sie. Oder sie unter­richtet, es sei denn, sie treibt sich im Theater herum. Oder sie liest, gut und gern auch vor. Manchmal über­setzt sie, haupt­säch­lich aber lebt sie.
Zwi­schen­drin begleitet die pro­mo­vierte Film­wis­sen­schaft­lerin Profis wie inter­es­sierte Laien als Ideen­heb­amme bei der Arbeit an deren eigenen Werken. Außerdem ist sie seit meh­reren Jahren als Autoren­patin und Her­aus­ge­berin meh­rerer Bücher im Rahmen der Bünd­nisse für Bil­dung („Kultur macht stark“) und ver­fügt über umfang­reiche Erfah­rung im Umgang mit Schü­le­rinnen und Schü­lern mit und ohne Förderbedarf.

Web­seite (bzw. Blog) der Autorin: https://mischabach.wordpress.com

 

Björn Berenz

Björn Berenz, Jahr­gang 1977, arbeitet haupt­be­ruf­lich als Wer­be­texter und hat bereits meh­rere wit­zige Romane für Erwach­sene ver­öf­fent­licht. Er ent­deckte schon früh seine Lei­den­schaft für das Schreiben. Die „Akte Ahhh…!“ ist sein erstes Kin­der­buch. Der gebür­tige Koblenzer lebt mit seiner Frau und seinen beiden Töch­tern in der Eifel. Wenn er nicht gerade an Romanen schreibt, hält er in ster­nen­klaren Nächten Aus­schau nach unbe­kannten Flug­ob­jekten und hat auch schon den einen und anderen äußerst ver­dächtig aus­se­henden Korn­kreis in den umlie­genden Getrei­de­fel­dern erspäht …

Stefan Gemmel

Kinder- und Jugendbuchautor

Mit über 50 Ver­öf­fent­li­chungen in 21 Spra­chen ist er der mei­st­über­setzte Schrift­steller in Rhein­­land-Pfalz.
Er führt jähr­lich etwa 250 Lesungen in Deutsch­land und dar­über hinaus durch. Hierfür und für sein ehren­amt­li­ches Enga­ge­ment in der Jugend-Nach­­wuchs­­för­­de­rung erhielt er bereits meh­rere Aus­zeich­nungen, dar­unter das Bun­des­ver­dienst­kreuz 2007. Im Jahr 2011 wurde er vom deut­schen Buch­handel zum „Lese­künstler des Jahres“ gewählt und 2013 ehrte ihn die Moerser Jugend­­­buch-Jury (MJJ) mit einem eigens geschaf­fenen Son­der­preis.
www.stefan-gemmel.de / www.zauberkugel.de

Eva Pfitzner

Eva Pfitzner, Jahr­gang 1970, beschäf­tige sich schon in Ihrer Aus­bil­dung zur Buch­händ­lerin intensiv mit Kinder ‑und Jugend­bü­chern. Als Geschäfts­füh­rerin und künst­le­ri­sche Lei­terin der Lese­rat­ten­ser­vice GmbH hat sie sich seit mehr als 10 Jahren genau darauf spe­zia­li­siert. Seit 2018 ist Eva Pfitzner Refe­renz­künst­lerin im Pro­gramm „Gene­ra­tion K – Kultur trifft Schule“ inner­halb des Rah­men­pro­gramms „Krea­tiv­po­ten­tiale“ der Stif­tung Mer­cator in Zusam­men­ar­beit mit dem Minis­te­rium für Bil­dung, dem Minis­te­rium für Wis­sen­schaft, Wei­ter­bil­dung und Kultur und dem Päd­ago­gi­schen Lan­des­in­stitut. Sie begleitet die aus­ge­wählten Schulen und initi­iert kul­tu­relle Bil­dungs­pro­zesse an den Schulen und setzen diese mit um.

Die Paten­kinder

Laurel

Hallo!

Mein Name ist Laurel und meine Hobbys sind schwimmen, Kampf­sport und schauspielern.

Wie kam ich zum Geschichtenschreiben?

Schon in meiner Grund­schul­zeit hatte ich viele Geschichten im Kopf. Meine erste Geschichte, die ich auf­ge­schrieben habe, war „Laurel und der Drache“.

Wie Ent­stand der Geisterhund?

Die Geschichte „Der Geis­ter­hund“ war ursprüng­lich eine Schul­auf­gabe. Wir sollten einen Auf­satz über ein Familie schreiben, die zusammen campen ging und es in der Nacht gewit­terte. Die erste Ver­sion der Geschichte war leider nur sehr kurz, da mir die Zeit fehlte.

Jetzt nutze ich dieses Pro­jekt um meine Geschichte „Der Geis­ter­hund“ fertig zu schreiben.

Ben

Ben Kreuser ist 15 Jahre alt und geht auf die Chris­­tiane-Herzog-Schule in Neu­­wied-Engers. Diese Schule gehört zu der Ein­rich­tung, in der Stefan Gemmel vor vielen Jahren als Hei­ler­zie­hungs­pfleger gear­beitet hat. Der heu­tige Kin­der­buch­autor freut sich über die Zusam­men­ar­beit mit Ben: „Ich mag seine offene, sehr direkte und den­noch wohl über­legte Art. Bei Ben weiß man stets, wo man dran ist. Und vor allem hat auch er Freude an der Zusam­men­ar­beit, was man daran erkennen kann, dass er immer sehr schnell ant­wortet, wenn etwas gebraucht oder geschrieben werden muss.“

Ben ist Leis­tungs­sportler. Er trai­niert als Schwimmer für die Para­lym­pics und genau dies wird auch das Thema der gemein­samen Arbeit der beiden sein: Sport als Ver­gnügen und Sport als Mög­lich­keit, Frust und Ent­täu­schungen abzubauen.